Was ist das?

Was ist bewegtes Lernen? 

Vielleicht begann in den Wandelhallen zu Aristoteles Zeiten bereits die Geschichte des Bewegten Lernens? Der Gedanke des Lernens mit und durch Bewegung zeigt jedenfalls bis heute Wirkung. Es lernt nicht nur der Kopf, sondern der ganze Körper. Der Unterricht in der Schule wird so gestaltet, dass die Kinder Lerninhalte erleben und so schneller Zusammenhänge erkennen können. Schüler*innen werden nicht belehrt, sondern motiviert, selbstbestimmt zu leben und ihre Umwelt aktiv mitzugestalten. Bewegtes Lernen versteht sich als ergänzende Form des traditionellen Lernens und kann in vielen Fächern angewendet werden.

Es lernt nicht nur der Kopf, sondern der ganze Körper

So macht beispielsweise das Hüpfen auf Buchstabenteppichen oder ein Lernwörterspaziergang Lust auf Schreiben und Lesen. Mit einem Riesenwürfel verwandelt sich die Rechenaufgabe zum sozialen Event oder Sätze werden aus Wörtertafeln gelegt. Kräftigungs-, Beweglichkeitsübungen, Rückenschule oder Yoga begleiten den Unterricht. Der Phantasie der Pädagog*innen sind keine Grenzen gesetzt. Bewegtes Lernen ist kein eigenes Unterrichtsfach, sondern ein gesamtheitliches Konzept. Es bezieht den Schulalltag samt aller am Schulleben Beteiligten ein und inkludiert auch die Pausen. So laden ergonomische Sitzmöbel zum Relaxen oder bunt bestückte Obstschalen zum Zugreifen.

Wie funktioniert Bewegtes Lernen?

Der Verein Bewegtes Lernen bietet Pädagog*innen eine Ausbildung zur Lehrer*in für Bewegtes Lernen und Gesundheitsförderung (Gesundheitspädagog/innen). Diese Zusatzausbildung ermöglicht eine Schwerpunktklasse für Bewegtes Lernen an einer Volks- oder Sonderschule. Schwerpunktklassen erhalten zusätzliche Leistungen, wie etwa medizinische Betreuung von Orthopäden oder die Zusammenarbeit mit Expert*innen für Ernährung, Sensomotorik, Energetik u.vm.